Werte schaffen und Vermögen bewahren

Orderarten, Stop-Loss und Stop-Buy

Niemals ohne Sicherheitsnetz!

Wenn es schief läuft: Vorbereitet sein!

Wenn es schief läuft…

Bitte denken Sie an die Verlustbegrenzung. Wenn es schief läuft, dann richtig. Eine Kurserholung kann ewig dauern oder kommt erst gar nicht. Bei einem Kursverlust von fünfzig Prozent muss sich der Wert erst wieder verdoppeln, um den Einstandspreis zu erreichen. Gewonnen ist dann noch nichts.

Ziehen Sie rechtzeitig die Notbremse, wenn die Gründe für das Investment nicht mehr bestehen oder der Kurs unter unerklärlicher Fallsucht leidet. Mentale Stop-Loss sind eine Möglichkeit das Schlimmste zu verhindern, auch wenn Sie dabei gelegentlich unglücklich ausgestoppt werden. Das ist der Preis für die Risikobegrenzung. Sobald der Kursverfall ausläuft, kann der Wert wieder ins Depot genommen werden – vorausgesetzt, die Perspektiven stimmen noch.

Die gebräuchlichsten Orderarten

  • Die Stop-Loss-Order ist ein Verkaufsauftrag, der automatisch an die Börse gegeben wird, wenn ein bestimmter Wertpapierkurs erreicht bzw. unterschritten wird.
  • Bei einigen Banken kann mit einem Trailing-Stop das Limit für eine solche Order automatisch der Kursentwicklung „nachgezogen“ werden. Der Trailing-Stop kommt erst dann zum Zuge, wenn der Wertpapierkurs innerhalb dieser Entwicklung einen Rückschlag um einen bestimmten Prozentsatz hinnehmen muss.
  • Die Stop-Buy-Order funktioniert ähnlich wie eine Stop-Loss-Order. Ein Stop-Buy legt man in den Markt, wenn man nicht direkt einsteigen möchte, sondern erst, wenn eine bestimmte Marke erreicht oder überschritten wird.

Empfehlung zum Stop-Buy (SB)

Bei umsatzschwachen Werten sollten Sie eine gedankliche (mentale) Stop-Buy Order (SB) setzen (in einem internen Kurssystem), und erst bei Erreichen eine echte limitierte Kauforder an den Markt geben. Es besteht sonst das Risiko, dass Market Maker die Orders abfischen (also den Verkaufspreis über Gebühr erhöhen). Das wird zwar gerne bestritten, aber meine Erfahrung sieht da etwas anders aus.

Tipp zum Stop-Loss

Bei Markteinbrüchen oder wenig liquiden Werten besteht die Gefahr, extrem ungünstig ausgestoppt zu werden. Deshalb verwende ich hier ebenfalls gerne gedankliche Stopps, die nicht sofort an der Börse platziert werden, sondern allein mein Handeln erfordern.

Intraday-, Tages- oder Wochenschlusskurse?

Die Wahl des richtigen Betrachtungszeitraumes hat großen Einfluss auf die Erfolgsquote des Risikomanagements. Das Thema ist so wichtig, dass wir den Wochenschlusskursen eine eigene Seite widmen.

Limite in den Strategiedepots

(Die Regeln gelten nicht für Realdepots)

Falls wir Kauf- oder Verkaufslimite in den Strategiedepots angeben, gelten zur Vereinfachung folgende Regeln:

  • Für Stop-Loss-Limite gilt der Wochenschlusskurs an einer umsatzstarken Börse in Deutschland – in der Regel XETRA oder Frankfurt. Wegen der leichteren Nachvollziehbarkeit gilt bei ausgeführtem Stop-Loss der Schlusskurs als Verkaufskurs.
    • Als Wochenschlusskurs definieren wir den Tagesschlusskurs am Freitag im regulären börslichen Handel. Der nach- bzw. außerbörsliche Handel findet keine Berücksichtigung, da leicht manipulierbar und weniger aussagekräftig.
    • Ist der Wochenschlusskurs niedriger als das Stop-Loss-Limit, gilt der Wert am Freitag als ausgestoppt zum Wochenschlusskurs.
    • Abonnenten, die sich daran orientieren, können in Ruhe überlegen, ob sie am nächstmöglichen Börsentag (oder später) den Wert ebenfalls veräußern wollen. Mal wird man einen besseren Kurs erwischen, mal einen niedrigeren. Im Durchschnitt sollte sich dieser Effekt statistisch die Waage halten.
  • Limitierte Kaufaufträge gelten intraday am angegebenen Börsenplatz. Als Limit-Order gilt der maximale Kurs, zu dem eine Wertpapierorder vom Makler ausgeführt werden darf. Bei einem Kauf gibt das Limit den höchsten Kaufkurs an, während es bei einem Verkauf den Mindestkurs angibt.
  • Eine Stop-Buy Order gilt intraday. Bei Ausführung buchen wir den Titeln zum Stop-Buy ein.

*) mental = nicht an der Börse platziert, sondern zunächst intern vorgemerkt

Q% = voraussichtlicher prozentualer Strategiedepotanteil nach Kauf

SB = Stop-Buy

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