Wohin gehen die Märkte?
Das Trendfolgebarometer und der Primärtrend weisen den Weg
Neben der Einzeltitelselektion ist die Auswahl der richtigen Märkte zum richtigen Zeitpunkt von entscheidender Bedeutung. Selbst der beste Titel wird es im „falschen“ Markt schwer haben, mit außergewöhnlichen Ergebnissen zu glänzen. Es gibt immer wieder Zeiten, in denen man den Börsen am besten fernbleibt und sein Kapital sicher parkt. Die Markt-Matrix bietet wertvolle Hilfestellungen. Sie leitet eine langfristige Handlungsempfehlung aus der Kombination von Primärtrend und Trendfolgebarometer ab.
Der Primärtrend
Es ist wichtig, dass der übergeordnete Kurstrend (Primärtrend) der wichtigsten Börsen einen positiven Status des Trendfolgebarometers bestätigt. Liegt eine Divergenz vor, empfiehlt sich für Investoren eine defensive Haltung. Je ausgeprägter die Divergenz ist, desto explosiver die anschließende Entwicklung.
Das Trendfolgebarometer
Das Trendfolgebarometer ist ein wichtiger Bestandteil der Markt-Matrix. Das Trendfolgebarometer gibt Hinweise darauf, ob ein eher günstiges oder nachteiliges Marktumfeld für langfristige Trendfolgestrategien vorherrscht. Ist die Zeit für eine defensive Haltung gekommen? Dann empfiehlt sich eine Erhöhung der Barmittel (Liquiditätsreserve bzw. Cashanteil). Sogar ausgewählte Short-Strategien auf fallende Kurse sind denkbar.
Dennoch ist es nicht immer ratsam, bei einem negativen Signalwechsel sofort alles zu verkaufen: Besser ist es, zunächst die schwachen und nicht zielkonformen Titel zu veräußern, auf Neuengagements zu verzichten und enge Stop-Loss Limite zu setzen. Entspannt sich die Situation schon nach kurzer Zeit, ist man mit den verbliebenen Aktien bestens positioniert. Eskaliert die Situation dagegen weiter, bewahren die Limite das Gesamtdepot vor größerem finanziellem Schaden.
Die Symbiose: Die Markt-Matrix
Die Markt-Matrix berücksichtigt den Primärtrend in Kombination mit dem Trendfolgebarometer. In der Vergangenheit hat sich diese Kombination als sehr hilfreich erwiesen, die langfristigen Marktphasen besser einzuschätzen, ohne sich von den eigenen Emotionen und Stimmungen der Medien abhängig zu machen.

Abbildung oben: Die Markt-Matrix verdichtet eine Vielzahl von Informationen (Analyse der Hauptmärkte, Inflationsgefahren, Zinsentwicklung, US-Dollar, Stimmung der Marktteilnehmer usw.) und präsentiert das Ergebnis in einem einfachen Schema.
Da ein Primärtrend von Natur aus langfristig ausgerichtet ist, reagiert er sehr träge. Das muss auch so sein, denn es sollen ja nur bedeutende Veränderungen identifiziert werden und keine permanenten Wechsel stattfinden. Diese systembedingte Trägheit führt zu zeitlichen Verzögerungen und Fehlsignalen, die jedoch tolerierbar sind.


