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Die Tradingampel

Das Wichtigste auf einen Blick

Trading Setups – einfach in der Anwendung dank Tradingampel

Lassen Sie sich durch die Einfachheit der Präsentation von Trading Setups in nur einem Chart nicht täuschen. Bis es dazu kommt haben wir eine Reihe von Hausaufgaben erledigt. Dahinter verbergen sich vielfältige Überlegungen: Volumen, Volatilität, Trend, Momentum, Fundamentaldaten, Psychologie, Newsflow, Marktverfassung usw. Mancher Analyst sagt in einer hundertseitigen Studie weniger als dieser spezielle Chart! Die Kunst besteht darin, die Komplexität der Realität auf ein verständliches Niveau zu komprimieren. Die wenigen Werte, die in unsere Auswahl gelangen, haben einen strengen Auswahlprozess hinter sich. Nur wenige schaffen es. Wir möchten schließlich nur die Besten handeln.

Das obere Chartfenster

Im oberen Teil der Grafik wird der Aktienkurs in Form eines Kerzencharts dargestellt. Jede Kerze fasst einen Handelstag zusammen. Darin eingezeichnet sind zwei exponentielle gleitende Durchschnitte (GD). Bei dem roten GD handelt es sich um den viel beachteten 200-Tage-Durchschnitt. Die gestrichelte blaue Linie ist ein 50-Tage-Durchschnitt. Da beide (sowie leichte Abwandlungen davon) in der Investmentgemeinde Kultstatus genießen, kann man daraus Rückschlüsse ziehen auf die Handlungsweise der Marktteilnehmer.

Grundsätzlich sollte man sich immer überlegen, wie die Mehrheit der dominanten Marktteilnehmer die Situation einschätzt. Gelingt es deren Handlungen zu antizipieren, sollte man sich ein wenig anders positionieren. Geht man ausschließlich mit der Mehrheit, teilt man die Gewinne mit vielen. Ist man den anderen eine Nasenlänge voraus, erreicht man viel mehr.

Die Tradingampel

Der senkrechte Balken ist die Tradingampel. Die Farben symbolisieren Bereiche, wo der Trade bei Erfolg hinführen sollte (grün), wo sich eine Entscheidung anbahnt (gelb) und wo er zu scheitern droht (rot). Natürlich kann der Trade (erheblich) weiter laufen als es der grüne Bereich signalisiert.

Wie könnte eine Einstiegstaktik aussehen? Dazu drei Beispiele, um das Prinzip zu verdeutlichen:

  • In der gelben Zone liegt ein ausgewogenes Chance- / Risikoverhältnis (CRV) vor. Gelingt der Trade, haben wir genügend „grünes“ Kurspotential vor uns. Falls der Einstieg an der Grenze nahe zur roten Zone erfolgt, verbessert sich das CRV. Misslingt er, hält sich der Verlust in Grenzen. Der untere Rand der roten Zone ist nicht zu weit weg.
  • Steigen wir erst weit in der grünen Zone ein, verschenken wir Kurspotential. Dafür ist die Gewissheit größer, dass der Trade funktioniert. Falls Sie ganz unten im grünen Bereich einsteigen, verbessert sich das CRV wieder. Rechnen Sie bei „frischen“ Ausbrüchen mit Fehlsignalen. Oder warten Sie auf einen kleinen Rücksetzer (Pullback). Natürlich kann der Kurs Ihnen dann davonlaufen.
  • In der roten Zone droht das Trading Setup zu scheitern. Berappelt es sich wieder, ist Ihnen ein mutiger, aber grandioser Einstieg mit einem ausgezeichneten CRV gelungen. Es handelt sich schon (fast) um einen Fehlausbruch. Fehlausbrüche gehören zu den profitabelsten Handelsmöglichkeiten.

Die drei Indikatoren im unteren Chartfenster

In der unteren Charthälfte verlaufen drei Indikatoren (von oben nach unten), die elementare Kräfte beschreiben:

  • Trendintensität
  • Volatilitätsintensität
  • Handelsvolumen

Ohne Trends könnten wir keine Wahrscheinlichkeitsaussagen über zukünftige Kursbewegungen treffen. Wären alle Kursschwankungen rein zufällig, sind Prognosen sinnlos. Das Handelsvolumen gibt Hinweise auf die Bedeutung von Kursbewegungen. Beim Volumen haben wir den Durchschnitt der letzten Tage als Linie eingeblendet. Kommen wir zur Volatilität. Es gilt als ungeschriebenes Gesetz, das auf niedrige Volatilität hohe folgt. Vice vera. Was gibt es Schöneres im Traderleben, als sich rechtzeitig vor einer Kursexplosion positioniert zu haben? Neben dem Gewinn tut es gut, wenn die Handelstaktik aufgeht.

Wer diese drei Zutaten geschickt zu kombinieren versteht, verschafft sich einen Startvorteil. Wir möchten die Gewinnwahrscheinlichkeit noch stärker zu unseren Gunsten biegen. Deshalb achten wir auf Fundamentaldaten, die Marktverfassung Börsenpsychologie, den Newsflow usw. Es müssen genügend Indizien vorliegen, bevor wir etwas empfehelen. Lassen Sie sich durch die Einfachheit der Präsentation in nur einem Chart nicht täuschen. Der Power-Chart komprimiert unsere umfassenden Analysen in nur einem Bild. Einfacher geht es nicht. Hat man sich einmal an diese clevere Herangehensweise gewöhnt, geht es wie von alleine – ganz zu schweigen von der Zeitersparnis.

Im Grunde könnten wir die drei Indikatoren weglassen. Diese haben wir ja bereits im Vorfeld in der Analyse berücksichtigt. Der obere Kurschart mit der Trading-Ampel reicht zur Handelsentscheidung aus. Auf Wunsch einiger Leser veröffentlichen wir die drei Indikatoren „zum Feintuning“ weiterhin. Auf unseren Internetseiten finden Sie weitere Erläuterungen. Für ganz Eilige haben wir hier eine kleine Auswahl von Heiko Aschoff’s Börsenblog zusammengestellt (die Zielseiten öffnen sich in einem neuen Fenster ihres Internetbrowsers):

Chance- / Risikoverhältnis

Relative Stärke

Trendintensität

Top-Ranking Börsenbücher

Volatilität

Volumen

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Übersetzung Fabian Künzel

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