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Systematisch zum Erfolg

Das Renditepuzzle - Systematisch zum Erfolg

Das Renditepuzzle

Auf dieser Seite nennen wir Ihnen gute Gründe, warum

  • die Marktverfassung extrem wichtig ist
  • die Rationale Analyse zu außergewöhnlichen Anlageergebnissen führt
  • die Technische Analyse auf lukrative Situationen aufmerksam macht
  • die Fundamentalanalyse der relevanten Erfolgsfaktoren die Rendite steigert
  • die Psychologie der Marktteilnehmer ein tragende Rolle spielt
  • die Markt-Matrix die große Richtung vorgibt (Marktverfassung)
  • und warum nicht nur die legendären Turtle-Trader mit Trend Following Millionen verdienen

Systematisch zum Anlageerfolg

Der Mythos vom Heiligen Gral

  • Es gibt eine unüberschaubare Vielzahl an Methoden und Strategien – jede hat ihre Vorzüge und Schwächen. Leider gibt es nicht die einzig wahre Lösung. Wenn Ihnen jemand das ultimative Gewinnsystem verspricht, dann nehmen Sie ihre Beine in die Hand und suchen Sie schleunigst das Weite! Wenn es einen Heiligen Gral der Geldanlage gäbe, dann würde er sich selbst ad absurdum führen. Verwenden Sie lieber nur das, was Sie verstehen und zu ihrer Anlegermentalität passt.
  • Die Fundamentalanalyse befasst sich mit den grundlegenden Dingen des wirtschaftlichen Handelns wie Umsatz, Gewinn, Cash Flow oder Unternehmensperspektiven. Darin spiegelt sich die Annahme wieder, dass ökonomische Fakten letztendlich die Kursentwicklung bestimmen.
  • Die Technische Analyse geht dagegen von der Prämisse aus, dass sich alle relevanten Daten bereits in den Kursen widerspiegeln. Die wachsende Popularität der Technischen Analyse ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Gleichzeitig wächst damit die Gefahr einer unsachgemäßen Anwendung durch ungeschulte Analysten und Anleger. Gerade die visuelle Charttechnik verleitet dazu, einfach ein Lineal anzulegen und daraus Prognosen abzuleiten, ohne auf die wichtigen Details zu achten. Jeder Technische Analyst sollte sich durch entsprechende Ausbildungsnachweise und Referenzen als Profi ausweisen.
  • Die Rationale Analyse verbindet die Vorteile beider Denkrichtungen. Im Prinzip darf alles verwendet werden, was im realen Börsenhandel zum Erfolg führt. Die Rationale Analyse ist eine höchst effektive Methode.

Wohin gehen die Märkte?

Hausse oder Baisse? Aufwärts oder abwärts? Die sorgfältigste Auswahl von Einzeltiteln ist  eine vergebliche Liebesmüh, wenn der Markt ständig nach unten rauscht. Es gibt immer wieder Zeiten, wo man den Börsen lieber fernbleibt, um den günstigsten Moment abzuwarten. Die Markt-Matrix warnt, wenn es gefährlich an den Märkten wird. Sie gibt Signale, wann man lieber ängstlich (also enthaltsam) sein sollte, und wann man beherzt kaufen sollte.

Rationale Analyse

Die Rationale Analyse kombiniert wichtige Erkenntnisse aus fundamentaler und technischer Sicht. Erlaubt ist, was funktioniert (und gefällt). Das Salz in der Suppe ist ein gehöriger Schuss Psychologie. Schliesslich machen Menschen die Kurse – und wir Menschen handeln alles andere als vernünftig an den Börsen.

Worum geht es bei der Rationalen Analyse?

Ausgangspunkt aller Überlegungen ist die Tatsache, dass Angebot und Nachfrage den Preis für Aktien bestimmen. Ist die Nachfrage größer als das Angebot, steigt der Kurs. Kommt es dagegen zu einem Angebotsüberhang, fällt der Kurs. Entscheidend ist die Frage, nach welchen Gesichtspunkten die Börsenteilnehmer ihre Kauf- bzw. Verkaufsentscheidungen treffen.

Mancher Anleger verkauft eine Aktienposition, weil er die Zukunftsaussichten des Unternehmens für schlecht erachtet. Hier spielen wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle. Ein anderer muss gerade sein Darlehen zurückzahlen und benötigt deswegen Geld. Ein weiterer möchte seinen Urlaub finanzieren. Es gibt viele individuelle Gründe.

Stellen wir uns nun einmal vor, dass sich in dem obigen Beispiel der erste Anleger in der wirtschaftlichen Einschätzung des Unternehmens irrt und die Perspektiven tatsächlich hervorragend sind. Was passiert mit dem Aktienkurs? Er fällt trotzdem (Angebotsüberhang).

Ist es Ihnen nicht auch schon mal so ergangen, dass Sie die guten Perspektiven eines Unternehmens richtig erkannt haben, der Aktienkurs aber fiel?

Gute Nachrichten sind nicht gleichbedeutend mit steigenden Aktien

Die Ursachen der Fehleinschätzungen liegen oft in der starken Betonung allein wirtschaftlicher Zusammenhänge bei der Aktienauswahl. Häufig werden psychologische Faktoren fast vollständig vernachlässigt. Auch emotionale Aspekte und veränderte Anlegermentalitäten werden zu selten in die Entscheidungsfindung mit einbezogen. Ein Fehler, denn gerade solche Aktien sind phänomenal gestiegen, die nach den (damals) üblichen Kriterien als nicht kaufenswert erachtet wurden.

Genauso wichtig ist es, sich von seinen Favoriten wieder trennen zu können, wenn die ursprünglichen Gründe für den Kauf nicht mehr erfüllt sind. Die Trefferquote erhöht sich beachtlich, wenn eine clevere Kombination aus fundamentalen und technischen Analysemethoden zum richtigen Zeitpunkt angewandt wird.

Wie viele Anleger haben den ersten Internet- und Biotechnologieboom verpasst, weil sie auf die Warnungen der Analysten gehört haben, die zum falschen Zeitpunkt vor einem Crash warnten. Der Crash kam, aber sehr viel später und zu einem Zeitpunkt, als die Experten alle Anleger in die Aktien trieben. Wann gab es die meisten Kaufempfehlungen? Sie ahnen es schon: auf dem Höhepunkt der Hausse.

Was dann passierte, dürfte erfahrenen Anlegern noch schmerzlich bewußt sein. Wo waren die Verkaufsempfehlungen der Analysten, Banken und Profis? Erst im Jahr 2002 – wo die Märkte schon dramatisch gefallen waren – kamen zögerliche Verkaufshinweise. Es überrascht nicht, dass sich das gleiche traurige Spiel wiederholen sollte.

Ein solides Fundament – die Fundamentalanalyse

Die Fundamentalanalyse ist die klassische Herangehensweise. Sie entspricht am ehesten der Vorstellung des gesunden Menschenverstandes. Wer jedoch die Märkte ausschließlich mit dem gesunden Menschenverstand betrachtet, wird sein blaues Wunder erleben. Wir Menschen handeln alles andere als rational. Die berühmte Normalverteilung als Mutter der Portfoliotheorie existiert in den Elfenbeintürmen der Forscher. In der Praxis müssen wir Abstriche hinnehmen. Das ist nicht von Nachteil. Wer der Realität genüge tut, wird mit Zusatzrenditen belohnt.

Worauf sollte man bei der Fundamentalanalyse achten? Hierzu gibt es verschiedene Studien. Wir möchten an dieser Stelle nur auf die bahnbrechenden Erkenntnisse der empirischen Untersuchung von O`Shaughnessy verweisen. Er bestätigt mit seinen Auswertungen, dass bestimmte fundamentale Kennzahlen in Verbindung mit dem Prinzip der Relativen Stärke zu außergewöhnlichen Renditen führen.

shaugnessy-beste-anlagestrategien

Abbildung oben: Wertentwicklung von 10.000,00 US-Dollar, um Inflation bereinigt, jährliche Investitionen in höchstes/niedrigst bewertetes Zehntel des Marktes, 1951-96. Grundgesamtheit: Alle amerikanischen Aktien. die Angaben sind in Millionen USD (kein Schreibfehler!), Quelle: Die besten Anlagestrategien aller Zeiten von James P. O’Shaughnessy

Prinzipien der Technischen Analyse

Die technische Analyse ist so alt wie die Börse selbst. Ihr Ursprung liegt wahrscheinlich im 17. Jahrhundert in Japan. Überlieferungen zufolge benutzten dort bereits Gold- und Reishändler Charts zur Preisprognose. Populär geworden ist sie erst in den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

John Murphy, einer der bekanntesten technischen Analysten in den USA, definiert den Begriff der technischen Analyse als das Studium von Marktbewegungen – in erster Linie durch den Einsatz von Charts – um zukünftige Kurstrends vorherzusagen.

Die technische Analyse beruht auf drei wesentlichen Annahmen:

  • Der Markt diskontiert alles.
  • Die Kurse bewegen sich in Trends.
  • Die Geschichte wiederholt sich.

Der Markt diskontiert alles

Den Preis eines Wertpapiers bestimmen zahlreiche Faktoren: Gewinnwachstum, Produktsortiment, Wettbewerbssituation, Verschuldung usw. Es ist praktisch unmöglich, alle Faktoren zu berücksichtigen und richtig zu interpretieren. Wenn Neuigkeiten bekannt werden, hat die Börse diese längst eingepreist. An den Märkten wird die Zukunft gehandelt und nicht die Gegenwart. Wenn alles, was die Marktpreise bewegt, bereits in den Kursen enthalten ist, dann ist nur die Analyse der Marktpreise notwendig.

Die Kurse bewegen sich in Trends

Die Erfahrung zeigt, dass sich Kurse in Trends bewegen. Aufgabe der technischen Analyse ist es, diese möglichst frühzeitig zu erkennen und die vorherrschende Richtung festzustellen. Es gibt nur drei Möglichkeiten: Aufwärts, abwärts oder seitwärts. Es wird unterstellt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des bisherigen Trends größer ist, als dass er sich ändert. Wer nicht davon überzeugt ist, dass Trends existieren, braucht sich nicht weiter mit der technischen Analyse zu befassen.

Die Geschichte wiederholt sich

Die Überschrift ist nicht wörtlich zu nehmen. Gemeint ist damit, dass sich menschliche Verhaltensweisen ähneln und im Zeitablauf kaum verändern. So wiederholen sich bestimmte Kursformationen deswegen, weil sich darin bestimmte psychologische Muster menschlichen Verhaltens wieder finden.

Auch wenn einige Gegner die technischen Analyse gerne als Kaffeesatzleserei oder Hokuspokus verspotten, bietet sie eine Reihe von handfesten Vorteilen: Während die Fundamentalanalyse sehr zeitaufwändig ist und der Gegenwart stets hinterherhinkt, basiert die technische Analyse auf aktuellen Marktdaten. Sie ist anpassungsfähig an jede Zeitdimension: Jahre, Monate, Tage, Stunden oder Minuten. Es können Prognosen für Optionen, Futures, Devisenmärkte, ja jeden Handelsgegenstand erstellt werden. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten ist fast unbegrenzt.

Börsenstimmung

Wenn sich alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten

(Bertrand Russell)

Immer wenn die Unsicherheit an den Börsen besonders groß ist und die klassischen Hilfsmittel zu versagen drohen, hat die Psychologie bei den Börsianern Hochkonjunktur. Mit Hilfe von Sentimentindikatoren wird die Stimmung von Meinungsmachern und einflussreichen Marktteilnehmern gemessen. Anhand des vorherrschenden Optimismus bzw. Pessimismus werden Prognosen abgeleitet, ob die Kurse eher steigen oder fallen werden.

Die meisten Sentimentindikatoren werden als Kontraindikatoren nach der Theorie der „Contrary Opinion“ angewendet. Hinter dieser These stehen ein paar einfache Überlegungen. Danach liegt die Mehrzahl der Marktteilnehmer immer falsch. Die Finanzgemeinde neigt dazu, einen Trend durch ihre prozyklische Haltung zu verstärken. Analysten gehen ein geringeres berufliches Risiko ein, wenn sie Aktien in einem Aufwärtstrend nur zum Kauf empfehlen, selbst wenn ein gegenteiliges Urteil ratsam wäre. In diesem Falle gilt: Die Kurse machen die Meinung und nicht umgekehrt. Nach der Contrary Opinion ist es ratsam, eine gegenteilige (antizyklische) Position einzunehmen, wenn nur noch eine (extreme) Meinung vorherrschend ist („Kursziel Dow 100.000“ oder „Tod der Aktie“).

Von Bullen und Bären

Für die eigene Anlagestrategie hat das folgende Konsequenzen: Wenn es nur noch Optimisten (Bullen) gibt und die Pessimisten (Bären) fast ausgestorben sind, dann ist es an der Zeit, sich eine antizyklische (hier: bärische) Strategie zu überlegen. Je höher das Stimmungsbarometer steigt, umso größer ist die Gefahr eines Umschwungs. Denn jeder Optimist wird investiert sein und wartet aufgrund der guten Stimmung und ausgezeichneten Perspektiven (Euphorie?) auf den nächsten Kursanstieg. Doch woher soll der kommen, wenn fast alle investiert sind?

Erst wenn die Stimmung kippt (nicht vorher), ist es an der Zeit, die Seiten zu wechseln. Extreme Optimisten- bzw. Pessimistenquoten reichen nicht aus für eine antizyklische Positionierung. Solche Phasen können wesentlich länger dauern, als es einem lieb ist. Die letzte Aktienhausse ist ein Beispiel dafür, dass Übertreibungen mehrere Jahre existieren können, bis die Realität wieder Einzug hält.

In Amerika werden schon seit Jahrzehnten Stimmungen gemessen. So veröffentlicht das bekannte Anlegermagazin Barrons die Zahlen der American Association of Individual Investors (AAII Index) sowie der Informationsdienste Market Vane und Investor’s Intelligence.

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